Phasen der Stadterweiterung

Das Stadtbild als Spiegel der Geschichte

Warnemünde hat sich kontinuierlich gewandelt. Der Ort bewegt sich im Spannungsfeld zwischen den Traditionen des Fischerdorfes und des See- und Kurbades einerseits und der dynamischen Entwicklung als Standort für Werft, Hafen und Schifffahrt sowie einem modernen Erholungsort andererseits. Die künftige Gestaltung muss auf beide Pole der historischen Entwicklung Bezug nehmen.

Die unterschiedlichen historischen Entwicklungsphasen und der Zuwachs an neuen Funktionen und Nutzungen prägen bis heute die städtebauliche Entwicklung von Warnemünde. Um das historische, auf einer Düne gelegene Fischdorf herum haben sie sich in verschiedenen Schichten herausgebildet: das See- und Kurbad mit dem Kurhausviertel entlang der Strandküste im 19. Jahrhundert, das hafen- und schiffbaubezogene Gewerbe mit der Werft an der Warnow und den Wohnsiedlungen der Werftarbeiter und die sich wandelnden Hafenfunktionen vom Fährhafen mit Personen- und Güterbahnanschluss, bis hin zum stark frequentierten Kreuzfahrthafen auf der Mittelmole.

Mit dem Durchstich des Neuen Stroms und seiner Erweiterung zu einem Seekanal entstand auf der dem Fischerort gegenüberliegenden Uferseite der Warnow die Halbinsel der Mittelmole als eigenständiger Entwicklungsbereich. Heute ist sie im Kernbereich hauptsächlich von Brachflächen, aufgegebenen Fährhafen- und Bahnfunktionen gekennzeichnet. Andererseits nimmt sie als Kreuzfahrtterminal, S-Bahnhaltestelle und Großparkplatz für Pkw und Caravans eine für Warnemünde wichtige und den Ort zunehmend prägende Verkehrs- und Tourismusfunktion wahr.

Ortskern

Bis 1910

Bis 1930

Bis 1990

Nach 1990

Nach 2011