Beitrag 30 (Enno Z.)

2 Kommentare

  1. Jürgen Dührkop

    Ich finde den Ansatz, den Bereich der Mittelmole gestaltungsmäßig mit kleinen Gassen (wie in der „Altstadt von Warnemünde“) und Ebenen (wie an der Schanze auf der anderen Seite des Alten Stroms) zu versehen und so den Erkundungstrieb der Gäste zu wecken, sehr gut. Ebenso die hier angedeutete schiffsplankenmäßige Gestaltung der Gehwege als maritimen Bezug. Kleine Geschäfte, Restaurants, Begegnungsstätten wie Theater/Kino und attraktive Veranstaltungs- und Ausstellungsräumlichkeiten sowie gärtnerische Gestaltung mit vielen Sitzgelegenheiten im Außenbereich laden wirklich zum Flanieren ein.

    Allerdings wirkt die (wenn auch begrünte) Flachdacharchitektur auf mich zu weit entfernt von der im gegenüber liegenden alten Warnemünde (Vörregg und Achterregg) dominierenden Giebelarchitektur – zu futuristisch, eher an der mediteran wirkenden Yachthafenresidenz nebenan orientiert. Auch scheint der Entwurf nicht behinderten- bzw. altengerecht zu sein. Sind die verschiedenen Ebenen nur über Treppen oder (im Zweifelsfall wartungsintensiven) Fahrstühlen/Rolltreppen erreichbar, wird ein Teil der Besucher von vornherein ausgegrenzt. Hier sollten andere Wege gefunden werden.
    Übrigens – das Gebäude des jetzigen WIRO-tels passt, egal wie man es dreht und wendet, überhaupt nicht auf die Mittelmole. Auch wenn die WIRO in der Zwischenzeit in dessen Modernisierung Geld gesteckt hat – architektonisch ist es eine Katastrophe und dient offensichtlich nur als Referenzmarke für die von ihr angestrebte maximale Bauhöhe auf dem Areal. Im Zuge der Neugestaltung sollte dieses Gebäude attraktiveren Lösungen weichen.

    Es wurde ausgiebig darüber diskutiert und ist durch einschlägige Erfahrungen der Anwohner in der Nähe des Seekanals belegt:
    Ständiges Wohnen auf der Mittelmole wäre infolge der mit dem Schiffverkehr verbundenen Emissionsbelastungen (Ruß, Lärm) und durch die angestrebte Präsenz als Publikumsmagnet nur für Hartgesottene möglich. Die Gefahr, dass künftige Bewohner irgendwann die Nase davon voll haben und ihre (Miet-?)Wohnungen nur als zeitweiliges Domizil nutzen oder als Ferienwohnung (illegal) weitervermieten oder gar gegen die Belästigungen klagen, um die öffentliche Nutzung einzuschränken, ist zu groß. Ich bin daher explizit gegen eine Wohnbebauung.
    Das Wohnungsproblem in Warnemünde würde damit nicht im Ansatz gelöst, ebensowenig wie ein Zuzug junger Familien gefördert. Hierzu sollte vielmehr die Umwidmung regulären Wohnraums seit der Wende in Ferienwohnungen konsequent rückgängig gemacht werden.
    Vorstellen könnte ich mir allerdings, dass die im Vorschlag angedeuteten Wohnbereiche für ein MiMo-Hotel genutzt werden.

  2. Winfried Trautsch

    Sieht aus wie Schnellbau nach Bombenangriff. Wie soll bei diesen einfallslosen Würfelbauten „REGIONALE Identität“ enstehen?

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