Beitrag 4 (IG Küstenwald)

Plan: Radwegeprojekt "Warnemünde Parkstraße" Variante 1

30 Km/h-Vorschlag für die Parkstraße in Warnemünde

Von Westen gesehen sollte 30 Km/h ab Ortseingang Warnemünde auf der gesamten Parkstraße eingeführt werden.

Radfahrer aus dem Groß-Kleiner-Weg können im Mischverkehr auf der Straße fahren oder auf die nördliche Seite wechseln, wie derzeit aktuell möglich.

Nach der Einmündung des Kleinen Sommerweges müssen alle Radfahrer (sowohl die aus Diedrichshagen auf dem Gehweg kommen, als auch die vom Ostseeradfernweg) Richtung Warnemünde Zentrum mit sicherer Bedarfsampel die Straßenseite wechseln. Es wird auf dem derzeitigen Parkplatz, erste Reihe, also nördlichste Stellplatzreihe (bereits versiegelt und ohne Bäume) ein einspuriger Radweg Richtung Wmde Zentrum gebaut.

Bei dem Dünenquartier wird der derzeitige Fußweg, der ja schon immer und auch jetzt entgegen der Beschilderung als Radweg genutzt wird, in einen Radweg umgewidmet und der Rasenstreifen in Richtung des Zaunes zum Gehweg.

Bei der Sporthalle stellt die Stadt den derzeit zur Sporthalle gehörenden, eingezäunten Gehwegteil für Fußgänger wieder zur Verfügung.

Beim Radweg auf der Straße Richtung Warnemünde Zentrum wird der Belag ertüchtigt und der Radweg bedeutend verbreitert.

An der Ampel Richard-Wagner-Straße wird es nur eine gemeinsame Auto- und Busspur Richtung Mühlenstraße geben; daneben rechts eine breite Fahrradspur Richtung Warnemünde Zentrum mit Extra-Radfahrerampel. Wenn Radfahrer dort drücken, bekommen sie eine mit Vorrangschaltung geräumte Kreuzung und können sicher in die Mühlenstraße einfahren. Der grüne Pfeil an der Ampel wird entfernt. Der Ostseeradfernweg kann rechts komfortabel auf der Richard-Wagner-Straße geführt werden zur Fähre unter der Bahn Warnemünde –Werft durch den Tunnel.

Von Osten gesehen (Richtung Diedrichshagen) teilen sich aus Sicherheitsgründen Fußgänger und Radfahrer wie gehabt bis zum Pumphaus den Gehweg und können dann, nach Umwidmung der ausschließlich von Tagestouristen genutzten Parkplätze zu einem Radweg auf der ehemaligen Parkspur bis zur Projektstelle fahren. Zu Beginn des Küstenwaldes können die Radler in Richtung Westen wählen zwischen der Benutzung der Straße im Mischverkehr (bei 30 km/h) bei Überholverbot von Radfahrern/ Feedback-Geschwindigkeitsmeßgerät (Blink-Smileys) oder des Gehwegs im Mischverkehr mit Fußgängern (wie derzeit), Radler aber nur in Richtung Westen.

Vorteile dieser Lösung:

Im Projektgebiet fahren Radfahrer nur in eine Richtung. Der Gehweg wird bedeutend entlastet, da die Radfahrer aus Warnemünde Zentrum zwischen Straße und Gehweg wählen können. Die Radfahrer aus dem Westen benutzen den neuen bzw. ertüchtigten Radweg auf der Südseite der Park-Straße.

Es geschieht dadurch eine Entflechtung der Verkehre soweit möglich.
Die Radfahrer fahren auf der Straßenseite, auf der sie von Ortsfremden erwartet werden. (Normale Radfahrerführung).

Plan: Radwegeprojekt "Warnemünde Parkstraße" Variante 1

Pilotprojekt KLIMANOTSTAND: Parkstraße in Warnemünde

Stufenweise AUTOFREIHEIT in Warnemünde

Viele internationale Touristenorte schließen ihr Zentrum und sind noch per Park and Ride bzw. zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Damit sichern sie ein schönes, natürliches Ambiente, behalten die Anziehungskraft für Touristen (ohne Beton!) und halten den Ort für Anwohner lebenswert.

Ein Pilotprojekt, das

  • den Fahrradverkehr stärkt
  • die Sicherheit der Radler und Fußgänger verbessert
  • und den Küstenwald sowie die Allee vollständig erhält

und welches zukunftsweisend im Sinne des Klimas ist, könnte wie folgt aussehen:

Die südliche Fahrbahn der Parkstraße wird für den Autoverkehr (Individualverkehr) komplett gesperrt. Auf der südlichen Fahrbahn können nur noch Fahrradfahrer (in Richtung Warnemünde Zentrum), Busse und Krankenwagen fahren.

Die Fahrradfahrer in Richtung Warnemünde Zentrum fahren sicher und mit genügend Platz (auf der gesamten rechten Spur im Bereich Friedhof und Allee, danach auf dem ehemaligen Fahrradstreifen und der rechten/südlichen Spur). An der Kreuzung zur Richard-Wagner-Str. wird eine Fahrradampel (mit Schleife oder Drücker) auf der gesamten rechten Spur angebracht. Wenn Fahrradfahrer dort drücken oder warten, bekommen sie die von den Bussen bekannte Vorrangschaltung bzw. Räumung der Kreuzung von sämtlichen anderen Motorfahrzeugen.

Busse fahren an der Kreuzung auf der mittleren Spur, der die Fläche der derzeitigen – lebensgefährlichen – Geradeausspur für Fahrräder zugeschlagen wird. So kommen auch Familien mit Kindern sicher in die Mühlenstraße und in das Zentrum von Warnemünde.

Fahrradfahrer in Richtung Diedrichshagen fahren in der 30 km/h-Zone Parkstraße bis Ortsausgang – auf der nördlichen, zum Ortsausgang führenden Autofahrbahn (sie teilen die Straße mit den Autos)/ oder auf dem zum Fahrradweg umgewidmetem Parkstreifen oder nach Wahl auf dem mit den Fußgängern gemeinsam genutzten Gehweg (Fußweg mit Radverkehr frei ab Schillerstraße in Richtung Westen). Mit jeder dieser Vorgaben wird die Verkehrsdichte auf dem Gehweg auch in Höhe Jugendherberge bedeutend geringer, er wird sicherer. Die Verkehrsströme sind dann entflochten. Auf dem nördlichen Gehweg sind nur Fahrradfahrer Richtung Westen zugelassen.

Ein weiterer Vorzug dieser Variante ist, daß sie mit wenigen Mitteln und auch zeitnah zu realisieren ist; es bedarf lediglich einer Änderung der Beschilderung, der Fahrbahnkennzeichnung und natürlich der Änderung der Ampelanlage und –schaltung an der Kreuzung Richard-Wagner-Straße.

Weitere flankierende Maßnahmen:

Bereits in Elmenhorst, vor der Abfahrt nach Lichtenhagen (und in den Navis!) kann darauf hingewiesen werden, daß die Zufahrt nach Warnemünde über die Bäderstraße gesperrt ist und nach Warnemünde-Zentrum ab der Rohrmann’schen Koppel nur noch Park and Ride möglich ist. Diese Hinweise sind an den beiden Kreisverkehren zu wiederholen.

Am Kreisverkehr Diedrichshagen Zentrum wird die Zufahrt Richtung Warnemünde mit einem Einfahrtsverbot belegt, eine Ausnahme gilt nur für Busse, Krankenwagen, landwirtschaftlichen Verkehr und Park & Ride.

Der Park & Ride-Parkplatz kann naturverträglich auf der Rohrmann’schen Koppel entstehen, die ja sowieso schon aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen ist.

Der Takt der Linien 37 und 119 sowie 36 sollte verdoppelt werden. Die 119 müßte die Haltestelle Rohrmann‘sche Koppel wieder anfahren.

Dieses Projekt könnte eine erste Stufe in Richtung eines autofreien Warnemündes sein.
Beispiele für gelungene Schließungen des Zentrums für Autofahrer:
Zermatt (Schweiz), Meersburg (Deutschland), Roussillon (Frankreich)

2 Kommentare

  1. Diese und auch weitere Fragen werden im Themenforum „Verkehr & Mobilität“ Mitte Oktober besprechen und u.a auch mit Vertretern des neuen Amtes für Mobilität diskutieren. Zu diesem Themenforum und den anderen vorgesehenen Themenforen werden wir separat und rechtzeitig drei Wochen vorher in die ECOLEA-Schule (Fritz-Reuter-Straße 10) einladen, die jeweils ab 18:00 Uhr dort beghinnen werden.

  2. Bärbel Beuse

    Wie kommen die Anwohner des Dünenquartiers mit Auto zu ihren Häusern, bzw zu ihren Tiefgaragenplätzen? Was ist mit dem Parkplatz Warnemünde Strand? Kann der nur noch aus Richtung Warnemünde angefahren werden? Bei Vollsperrung der Strasse nach Diedrichshagen undgleichzeitiger Sperrung der Parkstrasse in östlicher Richtung, wie kommen dann die Autos vom Dünenquartier, Parkplatz Warnemünde Strand und Jugendherberge von dort weg? Führt eine Einbahnstrassenlösung der geamten Parkstrasse nicht zu erheblichen Umwegen mit damit verbundenener höherer Abgasbelastung? Fahren nun nicht mehr Autos durch Warnemünde, weil sie den Parkplatz nicht mehr von Diedrichshagen aus anfahren können?

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