Zwischen Strandweg und Stephan-Jantzen-Park (7)

Fazit zur Bewertung unserer Analyse der Quartiere nach der Ausstellung vom 6. bis 15. September 2020

Es hat sich gezeigt, dass unsere Einschätzung der Stärken und Schwächen sowie die Bewertung der gegenwärtigen Situation der Quartiere von den Ausstellungsbesuchern unterstützt wird.

So gut wie alle Quartiere weisen eine mangelhafte Gestaltung der Straßenräume auf. Es fehlen nicht nur Fuß- und Radwege, sondern auch vielfach fußgängerfreundliche Querungsmöglichkeiten. Vorhandene Wegemöglichkeiten sind oftmals in einem sanierungsbedürftigen Zustand.

Vor allem in den Quartieren im Zentrum blockieren parkende Autos den Straßenraum und Parksuchverkehre sorgen für eine Überfüllung selbiger.

Quartier 7: Zwischen Strandweg und Stephan-Jantzen-Park 

  • Grünanteil wird als positiv erachtet (1) 
  • Toilettenanlagen an den Strandzugängen bedürfen einer Sanierung (3) 
  • Zustand der Gehwege entlang Parkstr. und Parkzugängen sanierungsbedürftig (2) 
  • Parken an den Seiten, versperrt die Parkzugänge (1) 
  • Gestaltung Rückseitig Aha-Resort 
  • Parkstr. als Straßenraum unattraktiv mit fehlenden Querungsmöglichkeiten, Radwegen und schlecht gestalteten Grünflächen (5) 
Foto: Karte vom Quartier 7

Stärken 

  • Attraktives bauliches Erscheinungsbild und Gebäudeensembles entlang Strandweg
  • Strandnähe mit Seepromenade und Seeblick
  • Hoher Grünanteil mit Arankapark und Stephan-Jantzen-Park
  • Neu gestaltete Spielplatzfläche im Arankapark

Schwächen 

  • Schlechter Zustand Strandweg, einschließlich Zugang von der Seepromenade mit mangelhafter Straßenraumgestaltung
  • Fehlende, unattraktive und erneuerungsbedürftige Toilettenanlagen im Bereich der Strandzugänge
  • Mangelhafter Zustand vieler Gehwege, v. a. entlang der Parkstraße und der Parkzugänge
  • Fehlende Wegeverbindung und -führungen zwischen Stephan-Jantzen- und Arankapark
  • Städtebaulicher und freiraumplanerischer Handlungsbedarf zwischen Kurhausstraße und Stephan-Jantzen-Park mit Zugang zur Seepromenade, rückwärtig Neptun und aja Resort
  • Unattraktiver Straßenraum Parkstraße mit schlechten Fußwegen, fehlenden Fußgängerquerungen und mangelhafter bis fehlender Radwegeführung
  • Unattraktive Grün- und Freiflächengestaltung

Straßenraum Strandweg


Straßenraum Parkstraße

Foto: Strandpromenade entlang Strandweg

Strandpromenade entlang Strandweg
Foto: Toilettenhäuschen an der Seepromenade

Toilettenhäuschen an der Seepromenade

So könnte man es bewerten 

Die unmittelbare Nähe zum Strand, der Seeblick von der Seepromenade sowie der große rückwärtige Grünanteil mit den beiden Parkanlagen sind Qualitätsmerkmale und -potenziale, die bislang nicht ausreichend genutzt, aktiviert und ausgeschöpft werden.

Dies betrifft zum einen die Zugänge zur Seepromenade sowie die Verbindungen zwischen den Parkanlagen rückwärtig der Hotelanlagen von Neptun und aja Ressort. Zum anderen meint es die Situation entlang der Parkstraße sowie zwischen den beiden Parkanlagen und das hier befindliche Parkhaus an dem Verbindungsweg „Zur Promenade“. Letzterer ist eine eher unattraktive Zufahrt zum Parkhaus und zum Strandweg – zwar barrierefrei, aber nicht einladend als Auftakt zur Promenade.

Auch der Strandweg ist ein vernachlässigter, PKW-betonter Straßenraum, trotz der hier z.T. sehr attraktiven, dem alten Seebad entsprechenden Villenarchitektur und Gebäudeensembles.

Die parallel zum Strandweg verlaufende Strandpromenade ist für ein ungestörtes Flanieren breit angelegt, könnte aber wesentlich einladender gestaltet werden. Dies betrifft auch die Toilettenanlagen. Hier besteht Handlungsbedarf in Anzahl und Gestaltung.

Die Parkstraße hat einen besonderen Handlungs- und Aufwertungsbedarf in Bezug auf ansprechende Grün- und Freiflächengestaltung, wie auch hinsichtlich des Abbaus funktionaler Defizite. Das betrifft vor allem die Fußgänger- und Radfahrerfreundlichkeit. Hier müssen gefahrlose Überquerungen und Zugangsmöglichkeiten angelegt werden. Das straßenbegleitende Parken versperrt die Zugänge zu den Parkanlagen. Fehlende und unzureichend angelegte Fahrradwege müssen hergerichtet werden.

Forum Quartier 7

5 Kommentare

  1. Christiane

    Die Strandpromenade auf Höhe des Strandwegs ist schön breit und wird sehr angenommen. Vielleicht kann man doch die Dünen wieder etwas abtragen ( so wie auf Höhe des Neptun Hotels), damit nicht so mobile Touristen auch von hier einen Blick auf das Meer haben.

    Die Toilettenhäuser in die Dünen, das bedeutet IN das Naturschutzgebiet zu bauen sollte hinterfragt werden. An anderen Ostseeabschnitten liegen sie etwas landeinwärts , z.B. In die Nähe des Spielplatz im Park? Neue Zuwegung zur Strandpromenade östlich des Aufganges 16 mit Hinweisschild Toilettenanlage, die dann im Wald etwas zurückliegt und so das Erlebnis Strandpromenade nicht durch Klobauten verschandelt. Eine kleine Stichstraße führt bereits in den Wald.Eine zusätzliche große Toilettenanlage auf dem/ an dem Parkplatz an der Jugendherberge?

  2. Alle Punkte nehmene wir gerne auf und werden Sie in die Fortschreibung als Projektvorschlag einbringen und mit u.a. dem Amt für Stadtgrün und Umwelt und Naturschutz abstimmen. Vielen Dank für die Hinweise und Vorschläge !

  3. Ich wollte hier nur noch einmal meinen Vorschlag zum „Trimm-dich-Pfad“ im Arankapark aufschreiben, da ich nicht weiß ob es bei der Diskussionsrunde damals notiert wurde, bzw. damit es nicht vergessen wird. Der Park hat viele Wege die, abgesehen vom Hauptweg hinter den Villen, kaum genutzt werden. So erweitern wir das Angebot und die Nutzung. In anderen Gemeinden wird solch ein Pfad durch Sportvereine betrieben, evtl. kann man den SV Warnemünde da einbeziehen?

    • Und der alte Friedhof (Stephan-Jantzen-Park) hat mit seinen zahlreichen Lichtungen ideale Bedingungen um einige Wildblumenwiesen anzulegen, wie an der Rostocker Str. auch.

  4. Christiane von Dallwitz

    Die Strandpromenade bietet auf Höhe des Hotel Neptun einen Seebick. Weiter westlich ist dies nirgends möglich. Abtragen der immer höher werdenden Dünen wie im Bereich Hotel Neptun möglich?
    Die Toilettenhäuschen stehen alle in den Dünen und damit im Landschaftsschutzgebiet und zerstören die Natur ( Siehe Neubau am Strandweg). Können Sie nicht in die Parkanlagen integriert werden? Gibt es nicht die Möglichkeit einer angepassten Archtikturformensprache für diese Bauten ? Am Timmendorfer Strand sind es z. B. reetgedeckte weiße ortstypische Bauten.

    Die Steine in der Promenade sind an vielen Stellen kaputt.

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