Städtebau und Ortsbild (I)

Foto: Luftbild Warnemünde

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Auswertung

Während der Ausstellung zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes Warnemünde hatten die Besucher die Möglichkeit bestimmte Themen als besonders wichtig zu markieren. Dafür stand jedem Besucher in Form von Klebepunkten insgesamt 5 Stimmen zur Verfügung, um Themenkomplexe hervorzuheben. Die Anzahl der Stimmen wurde dafür bewusst auf 5 begrenzt, damit die Besucher eine für sich persönliche Hierarchie erstellen können, sodass eine Gewichtung der Themenkomplexe erfolgen kann.

Ziel 1: „Erhaltung des charakteristischen Ortsbildes von Warnemünde“ (144 von 463 Stimmen im Handlungsfeld) und die damit verbundenen Kriterien, ist mit Abstand das wichtigste Ziel für die zukünftige Ortsentwicklung, nicht nur im Handlungsfeld, sondern auch handlungsfeldübergreifend. Zentrale Botschaften:

  • Weitere Hochhausbebauung ausschließen.
  • Generell max. 4 Geschosse für definierten Ortskern zulassen.
  • Nachverdichtungen im Ortskern ausschließen.
  • Aufstockung in den jüngeren Ortserweiterungen im Einzelfall und im Ensemblekontext prüfen.
  • Beurteilungsgrundlage ist die Erhaltungssatzung.
  • Ein „Parkhaus unter den Dünen“ widerspricht dem städtebaulichen Charakter Warnemünde

Ziel 19: „Mittelmole als urbanes Gebiet für Freizeit entwickeln“ (61) stellt den zweiten großen Themenschwerpunkt im Handlungsfeld 1 dar.

Ziel 4: „Mühlenstr. Städtebaulich und nutzungsstrukturell aufwerten, Beibehaltung des Alleecharakters“ (45) bildet das dritte große Thema der Bürger.

Ziel 10: „Parks, Grünanlagen, grüne Wegebeziehungen stärken, erhalten, weiterentwi-ckeln“ (34) ebenfalls als wichtigen Punkt für die Ortsentwicklung.

Ziele 20: „Nordteil Mittelmole neugestalten inkl. begehbarer Kaikanten“ (22) und 8: „kompakte Ortslage von Wrnmd erhalten“ spielen im erweiterten Sinne auch eine Rolle in der zukünftigen Ortsentwicklung.Wenig bis gar keine Priorität haben hingegen die Ziele 3: „städtebauliche Betonung der Achse Mühlenstr. Kirche Bahnhof“ (4), 18: „gestalterische und städtebaulich anspre-chende Integration von Maßnahmen des Küstenschutzes“ (4) sowie 15: „Rundwege mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten (3).

Ausgangssituation

Warnemünde ist ein Ort kontinuierlichen Wandels, der zwischen den Traditionen des Fischerdorfes, des historischen See- und Kurbades, des Wohnortes und der rasanten Entwicklung der Werft-, Hafen- und Schifffahrtsfunktionen und der Entwicklung zum aufstrebenden, modernen Erholungs- und Touristenort steht.

Die städtebauliche Entwicklung in den verschiedenen historischen Phasen findet ihren baulichen Niederschlag in einer Vielfalt der Architekturstile und in städtebaulich überwiegend homogenen Quartieren von insgesamt hoher Gestaltqualität. Warnemünde hat eine bewegte Geschichte, dessen Spuren auch in der zukünftigen Ortsentwicklung bewahrt, berücksichtigt und herausgestellt werden sollte.

Ebenso prägend für das Ortsbild sind die naturräumliche Lage, die bestehenden Grün- und Parkflächen und der innerörtliche Baumbestand. Die prägenden Landschaftselemente sind im Einzelnen Strand, Dünen und Warnowmündung, Steilküste und Küstenwald, der Alte Strom, die Perlenkette der Parks, die Alleen und begrünten Plätze im Ortskern, die Niedermoorgebiete (Diedrichshäger Moor) mit den angrenzenden Kleingärten, der grüne Ortsrand, das zu entwickelnde ehemalige Werftareal am Werftbecken sowie die Brach- und suboptimal genutzten Flächen auf der Mittelmole.

Die baulichen und städtebaulichen Qualitäten und Potenziale des Ortes Warnemünde, die Vielfalt der Architektur, die Silhouette und Fernwirkung des Ortes, die außerordentliche naturräumliche Lage an Küste und Flussmündung sowie die Qualität von Grün- und Freiflächen einerseits sowie die Multifunktionalität als Wohnort, Seebad und Urlaubsort, Kreuzfahrtstandort mit Hafeneinfahrt, Werft- und Gewerbestandort und Standort von Wissenschaft und Technik andererseits bilden das städtebauliche Entwicklungspotenzial von Warnemünde.

Ziel und Aufgabe des Strukturkonzeptes ist es, diese Potenziale zu erhalten, zu stärken und weiterzuentwickeln, in ihren Qualitäten zu steigern und neue städtebauliche und bauliche Entwicklungen so einzupassen, dass die bestehenden Qualitäten nicht beeinträchtigt werden aber gleichzeitig neue Qualitäten und Stärken Warnemündes zum Tragen kommen.

Warnemünde und seine Quartiere und Ortslagen weisen trotz einer Reihe von durchgeführten Erneuerungs- und Aufwertungsmaßnahmen, wie die neue Seestraße oder Am Leuchtturm, die Alexandrinen- und Anastasiastraße auch einen in Teilen sehr deutlichen Erneuerungsbedarf auf, u.a. Straßenräumen mit schlechten Fußwegen, fehlenden Querungshilfen oder mangelhafter Aufenthaltsqualitäten (z.B. Mühlenstraße), im städtebaulichen Kontext (z.B. die Ortseingänge), im Stadtraum (z.B. Mittelmole), im Gebäudebestand oder bei den Grün- und Freiflächen.

Warnemünde ist ein Ort steter Wandlung und Entwicklung, wobei Beides im Kontext der städtebaulichen Struktur des Ortes, der Quartiere und seines Ortsbildes insgesamt stehen muss. Insofern wird sich Warnemünde, seinen Qualitäten bewusst, als Wohnort, Urlaubs- und Ferienort wie auch als moderner Wirtschafts- und Kreuzschifffahrtstandort von Rostock weiterentwickeln und gleichzeitig die neuen Anforderungen an Klima- und Umweltfreundlichkeit, an hohe Aufenthaltsqualität für Bewohner und Touristen in den verschiedenen Quartieren und Ortslagen, an autoarme, fußgänger- und radfahrerfreundliche Straßenräume und Platzbereiche einbeziehen.

Aus Bestandsanalyse, der bislang erfolgten Bürgerbeteiligung und den Diskussionen vor Ort ergeben sich u.a. Mängel und Defizite in der allgemeinen städtebaulichen und gestalterischen Ortsentwicklung, durch Brachen, ungenutzte oder untergenutzte Flächen, durch Beeinträchtigungen im Ortsbild, Mängel in der Funktion und Nutzung, im Erscheinungsbild von Straßen und Plätzen, durch die Beeinträchtigung durch den fließenden und ruhenden Verkehr, die schleichende Umwandlung von Vorgärten, Hofflächen und anderen privaten Grünflächen in Pkw-Stellplätze sowie bei Mängel im Erhaltungszustand von Straßen, Gehwegen, Freiflächen und Plätzen.

Ein wichtiger Bestandteil im Rahmen der Fortschreibung des Strukturkonzeptes Warnemünde stellt nach wie vor das Teilgebiet der Mittelmole dar. Die beurteilte Ausgangssituation der Mittelmole im Kontext der Ortsentwicklung Warnemündes, die hieraus abgeleiteten Leitziele für die beabsichtigte Neuplanungen zur Mittemole wie auch das damit verbundene Bürgerbeteiligungsverfahren sind Bausteine der Strukturkonzeptfortschreibung.
Die Mittelmole ist seit Aufgabe des Eisenbahnfährbetriebes nach Gedser 1995 in Teilen brachgefallen, wird flächenbezogen überwiegend suboptimal und dem Standort nicht angemessen genutzt bzw. bislang entwickelt. Mehrheitlich werden die Brachflächen als Stellplätze für Pkw und Caravans genutzt. Zwischenzeitlich hat die DB die Gleisbetten und Bahnsteige erneuert sowie der Durchlass am Südende Alten Strom, einschl. Hochwasserschutzanlage nebst Erneuerung Freiflächen und Anlage eines Rundweges wurden hergestellt.

Aber weiterhin zu den städtebaulichen Mängeln und Defiziten gehören:

  • Die großen, ungeordneten und unbegrünten Brachflächen, die durch den Rückbau der Gleisanlagen und der Aufgabe des Fährbetriebes entstanden sind und fast den gesamten Nordteil der Mittelmole und Flächen entlang der Bahn im Bereich des historischen Stellwerkes beherrschen.
  • Die fehlende bis mangelhafte Freiflächengestaltung, einschließlich Wegeführungen und Aufenthaltsflächen
  • Die Emissionsbelastungen durch Lärm und Dieselabgase, die von den Kreuzfahrtschiffen ausgehen.
  • Die fehlende fuß- und radfahrerfreundliche Brücke über Bahnanlagen am Südende des alten Stroms
  • Die Erneuerung und Gestaltung des Bahnhofvorplatzes ohne Verkaufsbuden
  • Die mangelhafte räumliche Erschließung sowie Gestaltung der Parkanlage am alten Strom
  • Die eingeschränkte Zugänglichkeit der Uferbereiche und der Mangel eines zusam-menhängenden Rundweges entlang der Wasserkante
  • Der Mangel an Erweiterungs- und Bootslagerflächen für den Segelsport und die Erforderlichkeit der Neuordnung der maritimen Flächen, einschl. der Flächen des Landessportbund
  • Klärung des baulichen und städtebaulichen Umgangs mit dem WIRO-Hochhauses und der dazugehörigen Außenflächen

Im Zuge der Fertigstellung der Fortschreibung des Strukturkonzeptes wird es zu den o.g. Mängeln und Defiziten Antworten und Perspektiven auf der Grundlage eines gemeinsam mit Warnemünderinnen und Warnmünder entwickelten Planungskonzeptes geben.

Die bisher diskutierten Ziele

Foto: Platz Straße am Leuchtturm
Foto: Straßenraum Alexandrinenstraße

1. Das charakteristische Ortsbild von Warnemünde erhalten und stärken. Das beinhaltet:

  • Weitere Hochhausbebauung ausschließen.
  • Generell max. 4 Geschosse für definierten Ortskern zulassen.
  • Nachverdichtungen im Ortskern ausschließen.
  • Aufstockung in den jüngeren Ortserweiterungen im Einzelfall und im Ensemblekontext prüfen.
  • Beurteilungsgrundlage ist die Erhaltungssatzung.
  • Ein „Parkhaus unter den Dünen“ widerspricht dem städtebaulichen Charakter Warnemündes.

Foto: Bahnhof mit Vorplatz

2. Die Ortsmitte zusammenhängend und attraktiv gestalten, d.h. von der Mühlenstraße bis zum Bahnhof Warnemünde

Lageplan Achse Mühlenstraße-Mole

3. Städtebaulich-gestalterische Betonung der Achse Bahnhof – Kirchenplatz – Mühlenstraße.

Foto: Straßenraum Mühlenstraße

4. Die Mühlenstraße städtebaulich und nutzungsstrukturell aufwerten, bei Beibehaltung des Alleecharakters.

Foto: Straßenraum Fritz-Reuter-Straße

5. Straßenräume im Ortskern städtebaulich und gestalterisch aufwerten.

5.1 Den Platzbereich „Am Markt“ aufwerten und neu ordnen.
5.2 Straßenräume von Kurhausstraße, Heinrich-Heine-Straße, Fritz-Reuter-Straße, Hermannstraße, Poststraße, südlicher Abschnitt Dänische Straße, Schwarzer Weg gestalten, Flächen erneuern und funktional aufwerten.

Foto: Straßenraum Mühlenstraße, Ecke Dänische Straße
Foto: Ecke Schwarzer Weg, Alte Bahnhofstraße, Rostocker Straße
Foto: Straße mit parkenden Autos

6. Problematische Stadträume in Warnemünde städtebaulich aufwerten. Das betrifft vor allem:

6.1 Die Verbindung zwischen Kurhausstraße und Schillerstraße mit dem Zugang zum Stephan-Jantzen-Park, einschließlich Anlieferungsbereich Neptun, aja Resort und Parkplatzbereich.
6.2 Den westlichen Auftakt der Mühlenstraße.
6.3 Die Zufahrt des Fähranlegers im Bereich Hohe Düne, inkl. Parkplatzbereich.
6.4 Den gesamten Nordbereich der Mittelmole, einschl. Bahnhofsumfeld, die Zufahrt zum Fähranleger Hohe Düne mit Vorfahrt Kreuzfahrtterminals und den Bereich westlich der Schienen am Südende Alter Strom mit den Parkflächen, dem Gebäudebestand und dem Parkplatz.
6.5 Den Weidenweg zwischen Parkstraße und Garagenverein.
6.6 Den Abschnitt Wiesenweg entlang der Kleingärten bis zur Gartenstraße / Parkstraße.

Foto: Ortseingang Süd

7. Die Ortseingänge angemessen gestalten, das betrifft:

  • Ortseingangsbereich Ost / Hohe Düne bis einschließlich Fähranleger Mittelmole
  • Ortseingangsbereich West / Parkstraße
  • Ortseingangsbereich Süd / An der Stadtautobahn
Lageplan: Ortslagen Warnemünde und Diedrichshagen

8. Die kompakte Ortslage von Warnemünde erhalten mit den eigenständigen Ortslagen von Diedrichshagen und Warnemünde.

Foto: Blick auf Hohe Düne gegenüber Seekanal

9. Die Folgen der siedlungsstrukturellen Trennung von Hohe Düne aufgrund des Seekanals mildern.

Parks, Grünanlagen, Plätze und Wege

Foto: Parkfläche mit Bäumen

10. Die Parks, Grünanlagen und grünen Wegebeziehungen erhalten, stärken und weiterentwickeln.

Foto: Parkfläche mit Bäumen

11. Die Pflege der Grünanlagen fortsetzen und im Bedarfsfall intensivieren.

Foto: Fahrradstellplatz an Kleingärten

12. Die Kleingärten schützen, weiterentwickeln und in ein Grün- und Wegeverbundsystem einbinden.

Foto: Grüner Blockinnenbereich

13. Die grünen Innenhöfe und Gärten in den Blockinnenbereichen schützen und stärken.

Foto: Platzbereich Kirchenstraße – Alexandrinenstraße

14. Attraktive Plätze, Rundwege und Freiflächen schaffen und anlegen.

Foto: Bücherbüxe im Kurpark

15. Rundwege mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten einrichten, u.a.:

  • an der Westseite des Ortstrandes vom Bahnhof „Werft“ über Wiesenweg bis zum Strand – Weg am Diedrichshäger Moor, evtl. einschließlich Durchwegung KGA Am Moor
  • Verbindung vom Kurpark über Stephan-Jantzen-Park- und Anrankapark: der Parkweg
Foto: Luftbild Seepromenade und Strand

16. Die Ausblickmöglichkeiten aufs Meer entlang der Seepromenade erhalten.

Foto: Düne

17. Weitere Ausblickmöglichkeiten von der Promenade aus schaffen, bei Erhalt der natürlichen Dünen.

Foto: Begehbare Hochwasserschutzanlage mit Bootsliegeplätzen

18. Gestalterische und städtebaulich ansprechende Integrierung von Maßnahmen zum Küstenschutz und der Überflutungsvorsorge.

Mittelmole

Foto: Luftbild Mittelmole
Foto: Alter Strom Seite Mittelmole mit Einzelhandel und begehbarer Kaikante und Schiffsliegeplätze

19. Die Mittelmole als ein urbanes Gebiet für Freizeit entwickeln, mit Sport- und Erlebnisbereichen, Kultur und Begegnung, Einzelhandel und Gewerbe sowie für Wohnen, dabei:

  • Die angestrebte kleinteilige Nutzungsmischung auf der Mittelmole definieren und verorten.
  • Lage, Umfang und Anforderungen für Neuansiedlungen im Bereich kleinteiliges Gewerbe, Einzelhandel, Gastronomie und Beherbergungsgewerbe unter Berücksichtigung der Ortsteilentwicklung standortverträglich festlegen.
  • Größe, Lage und Anforderungen für Veranstaltungsflächen und/oder -räumlichkeiten, Erlebnisbereiche und kulturelle Angebote auf der Mittelmole festlegen.
  • Umfang und Lage des Wohnungsbaus auf der Mittelmole festlegen.
  • Den künftigen Umgang mit dem WIRO-Hochhaus klären.
  • Die Kaianlagen sanieren, zusammenhängende Begehbarkeiten der Kaikante herstellen sowie Kaikante bis zur Fährtasche „Hohe Düne“ freihalten.

Foto: Begehbare Kaikante Mittelmole

20. Die Freiflächen des Nordteils der Mittelmole attraktiv neugestalten, einschl. begehbare Kaikanten und Anlage eines zusammenhängenden Rundwegs mit Brücke am Südende.

Foto: Neuer Fußweg Mittelmole

21. Eine fußläufige Verbindung und einen zusammenhängenden Rundweg mit Überquerungsmöglichkeit der Bahnanlagen im südlichen Abschnitt der Mittelmole herstellen.

Lageplan: Mittelmole - Werftbecken

22. Die Mittelmole-Planungen mit den Planungen zum Werftbecken und Werftareal städtebaulich und nutzungsstrukturell verbinden.

Weitere Materialien

Laden Sie hier den Teilbericht zur Mittelmole für das Strukturkonzept von 2011 herunter.
Lesen Sie hier die Expertise von BSR – Büro für Stadt- und Regionalentwicklung zur Vorbereitung und Durchführung einer Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (2016).
Hier finden Sie einen Überblick über den bisherigen Planungsprozess für die Mittelmole.

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Forum Städtebau und Ortsbild

5 Kommentare

  1. Fleischer, Patricia

    Stadtentwicklung in Warnemünde

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitbürger*innen,

    auch ich habe eine Meinung zur weiteren Entwicklung von Warnemünde (besonders Mittelmole) und möchte sie gern einbringen. Am Ende des Textes folgt eine kurze Zusammenfassung dessen, was ich für notwendig erachte; im Text selbst sind meine Überlegungen dazu enthalten.

    Warnemünde – ein Stadtteil von Rostock

    Generell fehlt mir hinsichtlich Warnemünde – wie so oft in unserer Kommune – der ganzheitliche Blick auf die Stadt Rostock, denn jede angedachte bauliche Veränderung, insbesondere dann, wenn sie einen Zuwachs an Gebäuden bedeutet (Gewerbe, Wohnungen, Infrastruktur usw.), sollte einer Prüfung nach dem günstigsten Standort im gesamten Stadtgebiet unterzogen werden. Hierbei sollte – unter vollumfänglicher Beachtung des Leitfadens für mitgestaltende Bürgerbeteiligung in Rostock, der seit Sommer dieses Jahres in Kraft ist – die Bürgerbeteiligung eine tragende Rolle spielen. Nur so wird es möglich sein, für geplante Projekte der Stadtentwicklung Standorte zu finden, die die Akzeptanz von uns Bürger*innen erhöhen können.

    Angesichts der aktuellen Bevölkerungsprognose dieses Jahres, die eine deutlich geringere Anzahl zu erwartender Zuwächse an Einwohner*innen vorhersagt als bisher, sollte aus meiner Sicht auf eine Wohnbebauung der Mittelmole verzichtet werden. Gegenwärtig findet die Ausarbeitung des neuen Flächennutzungsplanes statt. Die Bürger*innen haben sich in den bisher stattgefundenen und aus meiner Sicht als gut durchdacht zu bewertenden Beteiligungsrunden mehrheitlich für eine urbane Verdichtung im Stadtgebiet ausgesprochen. Allerdings wurde ebenso sichtbar, dass sie die erreichbaren Ufergebiete von Warnow und Ostsee als Entwicklungsräume für Sport und Erholung sehen, eine zunehmende Erschließung fordern und eben nicht eine weitere (Wohn-)Bebauung wünschen. Dem sollte unbedingt auf der Mittelmole Rechnung getragen werden.

    Die Mittelmole sollte zu einem Erlebnisort für alle Rostocker*innen und die Gäste der Stadt entwickelt werden. Ideen und Vorschläge gibt es dazu u. a. von der IG Alter Fährhafen (Conexeum) und diese sollten in einen demokratischen Abwägungsprozess eingebunden werden.

    Wer wären die neuen Bewohner*innen auf der Mittelmole und welche Auswirkungen würde es geben?

    Es ist bekannt, dass die WIRO neue Wohnungen nicht unter 10,00 €/m² Kaltmiete anbieten kann (Stand ca. 2018). Also wären die Mieter*innen von vornherein eher im Kreise derer zu suchen, die nicht (wie auch in unserer Stadt zuhauf üblich) zu Mindest- und Niedriglöhnen arbeiten und ggf. noch mit Transferleistungen aufstocken müssen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Möglicherweise würde auch Wohneigentum dort entstehen, was die finanzielle Seite nicht besser macht und im schlimmsten Fall würden Wohnungen dort nur als Zweitwohnsitze genutzt und trügen somit ohnehin nicht zur Entspannung der Lage am Wohnungsmarkt bei. Damit würde Warnemünde bei den jetzt schon hohen Mieten und der Vielzahl an Wohneigentum gegenüber anderen Stadtgebieten einer weiteren Segregation der Stadtgesellschaft Vorschub leisten und möglicherweise Alteingesessene zu ungewollten Umzügen zwingen. (Siehe Studie von 2018 des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin gGmbH zur Segregation in 74 Städten, bei der für Rostock signifikante Schwachpunkte aufgezeigt werden.)
    Hinzu kommt, dass die Mittelmole ein die Hafeneinfahrt begleitendes Areal darstellt und Schiffsverkehr unvermeidlich ist. Irgendwann werden sich die dann dort lebenden Bewohner*innen – wie an anderer Stelle in Warnemünde schon gehabt – von Schiffssirenen und eventuell der Geräuschkulisse von den Werften und anderen dort ansässigen Gewerbebetrieben belästigt fühlen und versuchen, dagegen vorzugehen (was man sogar verstehen könnte, denn die Anpreisung der Wohnungen wird kaum mit dem Hinweis auf die Industrie in unmittelbarer Nähe erfolgen).
    Genau dort, am Seekanal, tummeln sich logischerweise enorm viele Menschen, die den Schiffsverkehr beobachten möchten. Durch die angedachte Wohnbebauung würden deren Aufenthaltsflächen stark begrenzt. Außerdem ist die Mittelmole eine der wenigen Flächen unmittelbar am Wasser, zu denen auch Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind (Nutzer*innen von Rollatoren oder Rollstühlen), guten Zugang haben.
    Es stellt sich die Frage, ob die zukünftigen Bewohner*innen der Mittelmole diese Menschenmassen werden dulden wollen. Port-Partys, Cruise-Festival, Hanse Sail, Wassersportwettkämpfe usw. tun ihr Übriges, um eine Wohnqualität auf der Mittelmole einzuschränken.

    Welches Potential bietet die Mittelmole?

    Vorweg diese und bisher wenig beachtete Information:
    Laut einem Gutachten zum Kreuzfahrttourismus merkte die CLP GmbH – Competence in Ports and Logistics GmbH – vor wenigen Jahren in einer Studie bereits an, dass dringend eine höhere Aufenthaltsqualität auf der Mittelmole und die Schaffung zusätzlicher touristischer Flächen empfohlen wird, um für die Einwohner*innen und Gäste der Stadt u. a. die Kreuzfahrtverträglichkeit zu verbessern. Diese Auffassung vertreten in ihren Statements auch der Handels- und Gewerbeverein e. V., der Tourismusverein Rostock & Warnemünde e. V. und die IG Alter Fährhafen.

    Die Mittelmole ist das seeseitige Eingangstor nach Rostock. Die angedachte Wohnbebauung bekäme den Charakter eines beliebigen Wohngebietes, wie sie heute allerorten zu finden sind und würde zudem den Blick auf das alte Warnemünde mit Leuchtturm und Teepott schnell verbauen. Sie unterschiede sich durch das massenhafte Antreffen in quasi allen Städten kaum von den vielfach gescholtenen Plattenbauten, die nicht nur in der DDR zu beinahe uniformen und überall anzutreffenden Lebensräumen führten (Es gibt diese auch in unserer Partnerstadt Bremen, in Hamburg, Berlin West usw.). Vielmehr sollte die Mittelmole so gestaltet werden, dass sie eine Einladung in sich trägt, eine Einladung zum Verweilen an einem Ort mit einer interessanten Geschichte, mit Möglichkeiten zu aktiver Betätigung und besonderen Erlebnissen sowie mit Bildungsangeboten. Genau so verspricht es die Idee der IG Alter Fährhafen mit dem Conexeum. → Siehe http://www.conexeum.de/images/konzept_conexeum_wmde.jpg
    Dort könnte und sollte auch ein Umweltinformations- und -bildungszentrum mit dem Fokus auf unsere Weltmeere und besonders die Ostsee entstehen. Das wäre aus meiner Sicht angesichts des Klimawandels schon eher ein Muss.
    Ein parkähnliches Gelände mit Sport- und Spielmöglichkeiten (auch maritim gestaltet) für alle Altersgruppen und alle Jahreszeiten (mit einem Gebäudekomplex, der ebenfalls als Stadtteilbegegnungszentrum nutzbar ist), museale Projekte mit dem Fokus auf die erste europäische Eisenbahnfährverbindung über die Ostsee, kleinere gastronomische Angebote, viele Bänke, schattenspendende Bäume und ein weitestgehend unverbauter Blick in alle Richtungen wäre eine solche Einladung und könnte zu einem Alleinstellungsmerkmal des historischen Ortes Warnemünde gegenüber anderen Ostsee-Orten führen. Außerdem böte die Gestaltung der Mittelmole zu einer „Erlebnismole“ die Möglichkeit, die Besuchergruppen im Ort zu entzerren (was nicht nur hinsichtlich der gegenwärtigen Corona-Situation sinnvoll wäre, von der niemand weiß, wie lange sie anhält und ob es nicht irgendwann zu ähnlichen Situationen kommen kann).
    Daneben sollte die Warnow ab der Mittelmole zu einer Verkehrstrasse entwickelt werden. Die Idee des „Neptunhopper“ bietet das Potential, endlich auch in Rostock auf dem Wasser ein Verkehrsangebot des ÖPNV zu schaffen. → Siehe http://www.neptun-germany.com/fileadmin/user_upload/Neptun_Hopper_Fact_Sheet_GER.pdf
    Die Stationen von der Mittelmole bis in den Stadthafen können Verbindungen zwischen den unterschiedlichen und auch für Rostock-Besucher*innen interessanten Anlaufpunkten schaffen (z. B. zum Überseehafen, zum IGA-Park, zum Schifffahrtsmuseum, zum Fischereihafen, nach Gehlsdorf, ins Stadtzentrum usw.). Die Realisierung dieses Projektes könnte in kleineren Etappen entsprechend der jeweiligen Finanzsituation erfolgen. Auch das würde die Attraktivität von Warnemünde und der Stadt insgesamt erhöhen.

    Sind die angedachten Parkhäuser an den Kreuzfahrtterminals am richtigen Standort?

    Die vorgestellten Parkhäuser entlang der Kreuzfahrtterminals werden ebenso zur Beliebigkeit des Ortes beitragen, wie eine Wohnbebauung auf der Mittelmole. Sinnvoller wäre es, sie am Ortseingang zu platzieren und einen Shuttleverkehr in den Ort einzurichten. Die Parkhäuser in ihren geplanten Dimensionen würden sich wie ein Fremdkörper an der geplanten Stelle ausnehmen und die Sicht auf den Ort stark beeinträchtigen. Auch sie werden keine Einladung aussprechen, in Warnemünde zu verweilen. Eher würde man den Eindruck gewinnen, in einem Logistikzentrum gelandet zu sein und schnell die Flucht ergreifen.
    Autoverkehr im Stadtteil sollte insbesondere den Einwohner*innen, Menschen mit Behinderungen und dem Lieferverkehr vorbehalten bleiben. Die Gäste des Stadtteils sollten ihre Fahrzeuge am Ortseingang unterbringen können und maximal zur Entladung von Gepäck vor den Hotels oder Ferienwohnungen in Kurzzeit parken dürfen.
    Der Ortseingang besonders von Süden her sollte einladend gestaltet werden – u. a. mit Begrüßungstafeln und z. B. einem auf einem Sockel befindlichen alten Fischkutter.

    Die Verkehrssituation generell

    Warnemünde sollte in erster Linie zu einem weitestgehend auto- und barrierefreien Ort entwickelt werden, attraktiv für Fußgänger- und Radfahrer*innen, für Menschen, die mobil eingeschränkt sind, für die „Lütten“, die sich noch nicht auf ihren eigenen Füßen fortbewegen können und es sollten gute ÖPNV-Angebote – barrierefrei und mit ansprechenden Taktzeiten – vorgehalten werden.

    ZUSAMMENFASSUNG

    – Warnemünde ist ein und das maritime Stadtgebiet von Rostock, dessen weitere Entwicklung im Kontext der gesamten Stadtentwicklung betrachtet werden muss und bei der die gesamte Stadtgesellschaft einzubeziehen ist (Warnemünde ist für alle Rostocker*innen ein wichtiges Naherholungsgebiet) unter Berücksichtigung
    -> der aktuellen Bevölkerungsprognose, die einen bedeutend geringeren Zuwachs von Einwohner*innen prognostiziert als die vorherige und
    -> der Bürgermeinungen zum Zukunftsplan Rostock (Flächennutzungsplan).

    – Keine Wohnbebauung auf der Mittelmole

    – Mittelmole zur (maritimen und grünen) „Erlebnismole“ entwickeln, die Bildungspotentiale (Maritim & Umwelt) und Betätigunsangebote (Sport & Spiel) für alle Altersgruppen und Jahreszeiten beinhaltet

    – ÖPNV-Projekt „Neptunhopper“ von Warnemünde bis zum Stadthafen (ggf. in Etappen) realisieren

    – Verkehrstrassen (vorhandene und evtl. geplante) barrierefrei und hauptsächlich für Fußgänger und Radfahrer entwickeln

    – Parkhäuser nur am Ortseingang von Warnemünde & Einrichtung von Shuttle-Verkehren

    – Maritime Gestaltung des Ortseinganges als Einladung zum Verweilen

    – Unbedingt und sofort vollumfängliche Anwendung des Leitfadens für mitgestaltende Bürgerbeteiligung (barrierefrei & corona-gerecht und auch mit sinnvollen Online-Angeboten)

    – Unterschiedliche Ideen unterschiedlicher Akteure auf den Prüfstand stellen – dringend auch die Ideen aus der Stadtgesellschaft (z.B. IG Alter Fährhafen)→ transparente Abwägungsprozesse (Auch wenn das mehr Zeit kostet – wichtig ist die Akzeptanz der Bürger*innen für die Entwicklungen, denn das hat Auswirkungen für zukünftige Projekte!)

    – Warnemünde muss seine (noch) vorhandene Einzigartigkeit behalten. – Ihre Sichtbarkeit ist aus- und nicht zuzubauen.

    Lassen Sie mich zum Schluss noch Zitate aus dem Leitfaden für mitgestaltende Bürgerbeteiligung in Rostock anführen, um konkret auf die Dimension einer guten Bürgerbeteiligung hinzuweisen:

    „Mitgestaltende Bürgerbeteiligung ergänzt und stärkt unsere repräsentative Demokratie.“ […] „Durch seine Anwendung (gemeint ist der Leitfaden) entwickeln und verstärken
    Einwohner*innen, Verwaltung und Politik gemeinsam eine Kultur der Beteiligung, um gemeinsam bessere und nachhaltigere Entscheidungen für Rostock zu treffen. Der
    Leitfaden stellt die Basis der gemeinsamen Zusammenarbeit dar, um mehr Transparenz, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit sowie Vertrauen zwischen allen Beteiligten zu
    schaffen und demokratische Prozesse zu verstärken.“

    Mit freundlichen Grüßen

    Patricia Fleischer

  2. Die Ausstellung im Gemeindezentrum ist gestern beendet worden mit rd. 570 interessierten Besucher und Besucherinnen. Neben den Kommentaren auf dieser Website wurden im Rahmen der Ausstellung und den hier geführten kleinen „Spontan-Gesprächsrunden“ eine Menge an Hinweisen, Bewertungen, Kommentare, Projektideen etc. eingebracht, die insgesamt jetzt ausgewertet werden und sowohl als Extrakt im nächsten „Stadtteil-Info Warnemünde Nr. 4“ als Postsendung und in Warnemünde ausgelegt wird als auch in ausführlicher Form auf dieser Website eingestellt wird. Ergebnisse werden auch im weiteren Prozess der Erstellung der Fortschreibung des Strukturkonzeptes eingebunden und vertiefend zu diskutieren sein, d.h. in den Abstimmungen mit den Fachämtern, in den anstehenden Themenforen, die für Ende Oktober/ Anfang November geplant sind (Ankündigen und Einladungen folgen) oder auch in den für November geplkanten Quartiersgesprächen. Für den Bereich der Mittel gibt es eine spezielle Veranstaltungssequenz, bei der die Ergebnisse ebenfalls besprochen und für den weiteren Planungsprozess abgewogen werden sollen. Hierzu wird es auch eine rechtzeitige Einladung und Information geben.
    In jedem Fall von unserer Seite schon mal ein großes Dankeschön für Ihr Engagement, Ihre Ideen und die vielen Beiträge!

  3. Ich weiß nicht genau wo diese Meinungsäußerung korrekt platziert wäre, daher nun hier.
    Danke an die Veranstalter für die umfangreiche Aufnahme von Meinungen aus der Bevölkerung.
    Die halbe Arbeit ist damit getan.
    Aus der Quantität von Beiträgen muss nun jedoch Qualität entstehen!
    Denn aktuell ist die Masse an Input, welche über diverse Kanäle eingegangen ist, kaum überschaubar, daher kaum nutzbringend.
    Meinungen müssen kategorisiert und, unter Angabe von Auszählungsergebnissen zur Meinungsäußerung, bzw. zum jeweiligen Themenpunkt/Vorschlag, zusammengefasst werden. Beispiel hinsichtlich eine Auflistung von Ideen zur Flächennutzung auf der Mittelmole:
    Wohnungen (XX dafür ausgesprochen, XX dagegen ausgesprochen) – Argumente;
    Riesenrad (XX dafür, XX dagegen) – Argumente;
    Markthalle (XX dafür, XX dagegen) – Argumente;
    usw.
    Auch wäre es sehr wichtig Argumentationen stichpunktartig mit in die Auswertung aufzunehmen, wie im Beispiel oben aufgeführt, um Meinungen zu verstehen und darüber diskutieren zu können. Das Ergebnis der Auswertung sollte dann für Stadtplanung und Bürger in einem Dokument veröffentlicht werden.
    Erst anhand der Bewertung dieses Dokuments (hinsichtlich Strukturiertheit und Ausführlichkeit) kann die Gesamtleistung des Veranstalters bewertet werden, da diese den Großteil der Bewertung ausmacht. Denn auch wenn die Aufnahme von Input bereits gut war, der qualitative Teil der Arbeit steht mit der Auswertung nun erst noch bevor.
    Ich möchte darauf hinweisen das insbesondere das Zusammenfassen und Zusammenzählen von Meinugsäußerungen, und das aufführen wichtiger Argumentationsketten, bei der Auswertung von Bedeutung sind, da ansonsten informell eine massiven Qualitätsverlust zwischen Rohmaterial und Auswärtungsergebnis zu verzeichnen wäre.

  4. Vor allem dieser wichtige Aspekt wird im Zusammenhang mit der Neubeplanung zur Mittelmole, dessen Planungsprozess gemeinsam mit den interessierten Bürgerinnen und Bürger vorauss. Ende OPktobert / Anfang November durchgeführt werden wird, eingebunden sowie das gesamte Umfeld des Bahnhofs!

  5. Gruner, H.

    Bahnhofsvorplatz keineswegs wieder mit Verkaufsständen >verschandeln<, also diesen wunderbaren Bahnhof in seiner gegenwärtigen Wirkung auf Einwohner wie Urlauber belassen.

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