Tourismus und Kreuzschiffahrt (IV)

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Auswertung

Während der Ausstellung zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes Warnemünde hatten die Besucher die Möglichkeit bestimmte Themen als besonders wichtig zu markieren. Dafür stand jedem Besucher in Form von Klebepunkten insgesamt 5 Stimmen zur Verfügung, um Themenkomplexe hervorzuheben. Die Anzahl der Stimmen wurde dafür bewusst auf 5 begrenzt, damit die Besucher eine für sich persönliche Hierarchie erstellen können, sodass eine Gewichtung der Themenkomplexe erfolgen kann.

Ziel 2: „keine weiteren FEWO und keine Umwandlungen in FEWO zulassen“ (62) ist von enormer Wichtigkeit für die Bewohner.
Darüber weisen die Ziele 18: „qualitätsvolle und standortangemessene Toiletten in den Zugangsbereichen zum Strand und im Ortskern einordnen“ (33), 17: „Mühlenstr. Als touristische Achse gestalten und entwickeln“ (27) und 20: „Fahrradtourismus mit attraktiven Fahrradwegeführungen, Verleihstationen und Abstellmöglichkeiten zusammenhängend ausbauen“ (27) eine ähnlich hohe Zustimmung auf.

Von geringer Wichtigkeit wird hingegen, wie schon im Handlungsfeld Verkehr die Verteilung der Touristenströme gesehen, Ziel 23: „Verteilung und Führung der Besucherströme innerhalb Wrnmd sowie zwischen Wrnmd und MGH verbessern“ (1), gleiches gilt für das Ziel 4: „soziale Erhaltungssatzung stärken und ggf. räumlich erweitern“ (0), welches eigentlich mit dem Ziel 2 einhergeht, daher ist es etwas verwunderlich, dass es nicht Priorisiert wurde. Dies kann aber auch mit mangelnder Kenntnis über das Instrument „soziale Erhaltungssatzung nach §172 BauGB zusammenhängen.

Die bisher diskutierten Ziele

Foto: Straßenzug mit Wohnbebauung

1. Ein angemessenes Verhältnis von Ferienwohnungen und Dauerwohnungen schaffen als Grundlage zum Erhalt eines „urbanen Gleichgewichts“.

Foto: Straßenraum Alexandrinenstraße

2. Keine weiteren Ferienwohnungen und die Umwandlung von Dauerwohnungen in Ferienwohnungen verhindern.

Lageplan: Bebauungsplan „Schutz des Wohnens vor Umwandlung in Ferienwohnungen in Warnemünde“

3. Den Bebauungsplan „Schutz des Wohnens von Umwandlung in Ferienwohnungen in Warnemünde“ umsetzen.

Lageplan: Geltungsbereich der Sozialen Erhaltungssatzung Warnemünde

4. Die Soziale Erhaltungssatzung (gem. § 172 Abs. 1 Satz 1, Nr. 2 BauGB) stärken und ggf. räumlich erweitern.

Foto: Wohnungsneubau

5. Keine Zulässigkeit von Ferienwohnungen in Neubaugebieten und bei größeren Neubauvorhaben.

Foto: Luftbild Teepott und Strand

6. Ganzjährige, saisonverlängernde Erlebnis- und Freizeitangebote schaffen und etablieren.

Foto: Riesenrad

7. Schlechtwetteralternativen für unterschiedliche Zielgruppen auf Basis eines abgestimmten Veranstaltungskonzeptes für Gesamt-Rostock schaffen.

Foto: Kurhaus

8. Ein zusammenhängendes und abgestimmtes Kulturkonzept für Warnemünde entwickeln.

Foto: Kurhausgarten

9. Den Kurhausgarten dem Standort angemessen besser nutzen.

Foto: Promenade am Alten Strom

10. Lärmbelastungen durch Verkehr und Gastronomie sowie Veranstaltungen durch ein gemeinsames Konzept zum Schutz der Wohnbevölkerung abmildern.

Foto: Slipanlage Segelboote

11. Das maritime Profil von Warnemünde stärken, auch als Segel- und maritimer Wassersportstandort.

Foto: Strand

12. Die ganzjährige Strandbewirtschaftung verbessern und qualifizieren.

Foto: Luftbild Strand

13. Strandnutzungsbereiche strukturieren und festlegen, einschließlich einer Beschlussfassung zum Bebauungsplan „Strand“.

Foto: Strandzugang, nicht barrierefrei

14. Die Strandzugänge verbessern und barrierefrei erneuern.

Foto: Strandcafé Düne 13

15. Die touristischen Angebote und Infrastrukturen qualitativ und quantitativ verbessern.

Foto: WIRO Hochhaus Mittelmole

16. Die Hotelkapazitäten in Warnemünde (z.B. Mittelmole) bedarfsgerecht und begrenzt entwickeln.

Foto: Mühlenstraße

17. Die Mühlenstraße als touristische Achse gestalten und entwickeln (z.B. Gastronomie- und Kulturmeile).

Foto: Toilettenhäuschen

18. Qualitätsvolle und standortangemessene Toiletten in den Zugangsbereichen zum Strand und im Ortsbereich einordnen.

Foto: Abgezäunte Kaikante

19. Zusammenhängende und barrierearme Rundwege mit unterschiedlichen Themen und Ausblicken anlegen.

Foto: Fahrradständer am Strandzugang

20. Den Fahrradtourismus mit attraktiven Fahrradwegeführungen, Fahrradverleihstationen und Fahrradabstellmöglichkeiten zusammenhängend ausbauen und qualifizieren.

Foto: Ausflugsschiff an Kaikanten Mittelmole

21. Den Schiffsausflugsverkehr stärken und die Einrichtung von Wasser-Taxis prüfen, um vorhandene touristische Angebote entlang der Warnow besser zu nutzen und zu verbinden.

Foto: Blick in den Seekanal

22. Die touristischen Aktionsräume Warnemünde, IGA-Park, Rostock-Zentrum und Rostocker Heide stärken, besser abstimmen und verzahnen.

Foto: Bahnhofsbrücke mit Menschen

23. Die Verteilung und Führung der Besucherströme innerhalb Warnemündes sowie zwischen Warnemünde und Markgrafenheide verbessern.

Foto: Kreuzfahrtterminal

24. Den Kreuzfahrttourismus in Abstimmung mit der Ortsentwicklung Warnemündes verträglicher ausbauen.

Foto: Luftbild Mittelmole

25. Eine Fläche für Open-Air-Events und/oder eine Einrichtung für Indoor-Events auf der Mittelmole entwickeln.

Foto: Tordurchgang Wassersportfläche

26. Einen gemeinsamen Standort der Wassersportvereine auf der Mittelmole einrichten.

Foto: Kaikante Mittelmole

27. Vielfältige Zugänglichkeiten zur Wasserkante auf der Mittelmole und im neuen Werftbecken schaffen.

Weitere Materialien

Lesen Sie hier eine Analyse von BSR zur Tourismus- und Wirtschaftsentwicklung in Warnemünde.
Hier finden Sie ausgewählte Daten zu Tourismus und Wirtschaft in Warnemünde (Excel).
Hier finden Sie einen Überblick über den bisherigen Planungsprozess für die Mittelmole.

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Forum Tourismus und Kreuzschiffahrt

4 Kommentare

  1. Ja, guter Hinweis! Diese und auch weitere Fragen werden im Themenforum „Tourismus & Kreuzschifffahrt“ und „Verkehr & Mobilität“ besprechen und u.a auch mit Vertretern der des neuen Amtes für Mobilität diskutieren. Vielleichtr bekommen wir auch einen Vertreter der DB dazu.
    Zu diesen Themenforum und den anderen vorgesehenen Themenforen werden wir separat und rechtzeitig drei Wochen vorher in die ECOLEA-Schule (Fritz-Reuter-Straße 10) einladen, die jeweils ab 18:00 Uhr dort beginnen werden.

  2. Gruner, H.

    zu Pkt. 10: Wichtig die S-Bahn/DB einbeziehen – Problem: nervende Geräusche / Lärmbelästigung ab Zum Zollamt/Alte Bahnhofstrasse in Richtung Endbahnhof Warnemünde
    Trotz Streckenneubau k e i n e Verbesserung!

  3. Für Warnemünde gibt es die sog. Soziale Erhaltungssatzung (gem. § 172 Abs. 1 Satz 1, Nr. 2 BauGB), die von Seiten der Bürgerschaft Rostock bereits 1993 beschlossen wurde, um eine (weitere) Umwandlungen von Wohnungen in Ferienwohnungen zu verhindern. Der später ebenfalls von der Bürgerschaft beschlossene Bebauungsplan „Schutz de Wohnens vor Umwandlung in Ferienwohnungen in Warnemünde“ verfolgt ebenfalls jedoch unter baurechtlichen Vorzeichen dieses Ziel. Beides richtet sich an nicht „genehmigte“ bzw. zugelassene Ferienwohnungen respektive an dessen Besitzer bzw. Vermieter sowie an neue Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer.

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