Verkehr und Mobilität (II)

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Die bisher diskutierten Ziele

Foto: Straßenraum Dänische Straße

1. Das Parkraumkonzept aktualisieren und umsetzen mit den zentralen Zielen:

  • Parksuchverkehre vermeiden.
  • Den ruhenden Verkehr reduzieren und neu ordnen.
  • Stellplatzanlagen an den Ortseingängen bauen.
Foto: Zugeparkter Straßenraum

2. Die Parkraumbewirtschaftung konsequent überwachen.

Foto: Quartiersparkplatz Am Markt

3. Den Bedarf einer Quartiersgarage für den Standort „Am Markt“ und dessen Realisierbarkeit prüfen.

Foto: Garagenhof im Weidenweg

4. Den Garagenhof Weidenweg (Garagenverein) dauerhaft sichern und qualifizieren.

Lageplan: Potential für Stellplatzanlage im Weidenweg

5. Einordnung und Bau einer Stellplatzanlage am Standort Weidenweg prüfen, um das Ortszentrum von Dauerparkplätzen zu entlasten.

Foto: Straßenraum Friedrich-Franz-Straße

6. Einen stark verkehrsberuhigten Ortskern entwickeln. Das beinhaltet u.a.:

  • Die Straßen im Ortskern umgestalten und beruhigen.
  • Weitere ergänzende und evtl. temporäre Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vor allem zur Hochsaison prüfen.
Foto: Neuer Fuß- und Radweg Südende Alter Strom

7. Die Geh- und Radwege erneuern, sanieren und ausbauen, einschließlich Barrierefreiheit und neuer Wegebeziehungen.

Foto: Zu viele Stellplätze im Öffentlichen Raum

8. Ein Mobilitätskonzept für Warnemünde erstellen mit den Schwerpunkten:

  • Den ÖPNV in Warnemünde stärken.
  • Die E-Mobilität ausbauen und stärken sowie das E-Bus-Konzept für Warnemünde umsetzen.
  • Umweltfreundliche Mobilitätsangebote stärken und Mobilitätsstationen ausbauen.
  • Ein zusammenhängendes Radverkehrskonzept entwickeln.
  • Fehlende Teilstücke eines zusammenhängenden Radwegenetzes verbessern und/oder realisieren (u.a. Parkstraße).
  • Zusätzliche und standortangemessene Fahrradabstellanlagen realisieren.
Foto: Fähre Hohe Düne am Seekanal
dav

9. Die Möglichkeiten untersuchen und prüfen, den Fährpreis der Fähre Hohe Düne zu reduzieren und die Fährfrequenz in den Sommermonaten zu erhöhen.

Foto: Fahrradstellplätze am S-Bahnhof „Werft“

10. Den S-Bahnhof „Werft“ durch eine gut ausgestattete Mobilitätsstation stärken.

Foto: Schilderwald

11. Ein international verständliches Wegweisersystem einrichten.

Foto: Neugestalteter Platz vor Kirche

12. Die Besucher mittels Stadt- und Straßenraumgestaltung lenken.

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Forum Verkehr und Mobilität

15 Kommentare

  1. Ich bin Mutter von 2 Kindern und wohne in der Dänischen Straße. Ich arbeite in der Rostocker Innenstadt. Da es in Warnemünde keine weiterführende Schule gibt, geht mein größeres Kind in Lichtenhagen zur Schule. Wir sind alle in verschiedenen Vereinen aktiv. Wobei für Sportvereine in Warnemünde kaum Hallenzeiten angeboten werden, so dass auch diese verteilt in der Rostocker Stadt sind. Diese vielen Wege sind für mich als Mutter ohne Auto nicht möglich. Deswegen bin ich sehr froh, dass ich mein Auto auf dem Parkplatz Am Markt parken kann. Meine 70m² große Wohnung kostet mich fast 900 € mit alle Nebenkosten. Ich verdiene ein in Rostock übliches Gehalt von 1.400,00 €. Wenn ich jetzt noch Parkkosten wegen eines Parkhauses zahlen müsste, ist Wohnen in Warnemünde für unsere Familie finanziell nur noch eingeschränkt möglich. Die einzige Lösung wäre dann wohl ein Wegzug aus Warnemünde, wie es leider schon sehr viele Familien vor uns in den letzten Jahren aus diesem Grund getan haben. Ich bin gegen das Parkhaus Am Markt, nur um einen schönen Platz dort zu haben, an dem sich wahrscheinlich kaum jemand aufhalten wird, weil er unbeschattet und von allen Seiten durch Mieter der mehrstöckigen Wohnhäuser einsehbar ist.

    Ich weiß aus vielen Gesprächen mit der älteren Bevölkerung in Warnemünde, dass sie sich einfache Bänke, ein wenig schattig aufgestellt und in ganz Warnemünde verteilt wünschen. Das würde viel weniger kosten und von viel mehr Warnemündern genutzt werden.

  2. Mit dem Fahrrad durch Warnemünde, das ist noch immer ein Abenteuer, und das obwohl der internationale Ostseeradweg geradewegs durch Warnemünde führt. Er ist unvollständig ausgeschildert und seit dem Bahnhofsumbau hat sich für die Radfahrer nichts verbessert.
    Von Westen kommend kann man sich schon in der Parkstraße entscheiden, ob man vorschriftsmäßig am rechten Straßenrand, dicht neben den Autos, in Richtung Warnemünde weiterfährt, oder ob man gegen die Fahrrichtung (nicht gestattet) auf der linken Straßenseite, aber dann auf dem breiten Fuß/Radweg, ohne nahen Autoverkehr, bis zur Mühlenstraße weiterfährt. An der Kreuzug Richard-Wagner-Straße ist dann für die Fahrradfahrer Schluss, also entweder weiter auf dem Fußweg, oder irgendwie über die Kreuzung und dann zwischen den abbiegenden Autos auf die Mühlenstraße fahren. Dann wird es übersichtlicher, allerdings nur bis kurz vor den Kirchenplatz, denn dort spazieren die Fußgänger auf der Straße, da die örtlichen Restaurants die Fußwege mit Sitzplätzen belegen. Um den Kirchenplatz kommt man gut bis man in die Kirchenstraße, aber spätestens an der Ecke Alexandrinenstraße wird man von den Fußgängern schief angesehen, wenn man noch auf den Rad sitzt. Klar, dass man auf der vollen Bahnhofsbrücke absteigt. Dann geht es weiter in Richtung Bahnhof und Warnowfähre, spätestens hier verliert der Ortsfremde die Orientierung. Der Umbau des Bahnhofs ist ein Gewinn für alle Fußgänger, an Radfahrer wurde bisher nicht gedacht. Will man dem Fußweg ausweichen und weiter Radfahren, dann bleibt nur der nicht ausgewiesene Weg über den Parkplatz. Die Fahrrad-Schleichwege über den Parkplatz sind allerdings nicht als solche gekennzeichnet, und werden von Fußgängern und Campern ebenfalls genutzt. Über eine der beiden Behelfsrampen kommt man endlich zur Kaikante der Mittelmole, und erreicht den Fähranleger. Auf der Seite Hohe Düne wird es wieder übersichtlich für alle die nach Osten radeln wollen.

    Ich rege an, einen durchgehenden Fahrradweg durch Warnemünde von West nach Ost anzulegen und auch entsprechend zu kennzeichnen. Das sollte auch ins Konzept der Mittelmole aufgenommen werden. Radtouristen wollen sich in Warnemünde bestimmt Zeit nehmen und ihr Rad durch das Zentrum schieben, um so auch mehr vom Ort zu sehen. Ortsansässige auf dem Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkauf wollen aber möglichst ohne Behinderung und Aufenthalt mit dem Rad durch Warnemünde oder zum Bahnhof fahren. Selbstverständlich sollen dabei Füßgänger geschützt werden, auch dabei kann ein durchgehender Radweg helfen.

  3. Es müssen Lösungen zügig in die Umsetzung gebracht werden, dafür wird die Fortschreibung des Strukturkonzept zügig zur Besprechung und Abstimmung mit den Fachämtern (1. Schritt Fachforen Anfang/ Mitte Oktober) sowie zur Beschlussvorlage in der Bürgerschaft vorangetrieben. Neben den BI-Vorschlägen, die in jedem Fall in dieses Verfahren eingebunden und eine Diskussionsgrundlage sein wird, liegen weitere ähnliche und ganz Warnemünde betreffende Ansätze auf dem Tisch. Diese müssen inhaltlich und konzeptionell kurzfristig ein- bzw. zusammengebunden werden.
    Die Ziele und grundlegende Bestandteile eines Parkraum- und MobilitätsKonzept für Warnemünde sind zügig für die Strukturkonzeptfortschreibung abzustimmen und als Beschlusslage in die Bürgerschaft einzubringen (1. Quartal 2021); die detaillierte, darauf bezogene Konzeptausarbeitung mit Planungsdetails etc. sind nicht Bestandteile des Strukturkonzeptes, dies erfolgt anschließend!

  4. Herr lachmann, wir brauchen jetzt Lösungen, nicht irgendwann. Unsere BI hat Vorschläge gemacht, Eingang linke Seite, die Poster. Grundsätzlich haben Sie aber recht. RS

  5. Wesentliche und ausführliche Grundlagen und Details, wie z.B. Standortfragen, Anbindung, Kapazitäten, Andienung und Vernetzung etc., sind erforderforderlich in einem Parkraum- und Mobilitätskonzept für Warnemünde zu fixiern und planerisch umzusetzen. In der Fortschreibung des Strukturkonzeptes sind jedoch als verbindliche Vorgaben die zentralen Zielsetzungen und wesentlichen Inhalte sowie konzeptionellen Eckpfeiler für das künftige Verkehrs- und Parkraumsystem in Warnemünde vorzugeben. Dies wird im Handlungsfeld „Verkehr und Mobilität“ des Strukturkonzeptes zu bearbeiten sein.

  6. Dr. H. Lachmann

    Voreilige Diskussionen – wie kürzlich durch den OB angeschoben – oder gar verfrühte Festlegungen für Standorte von neuen Parkhäusern in Warnemünde nehmen die Chance, eine optimale Lösung für Warnemündes Verkehrsproblem zu finden. Diese sind nicht allein in Warnemünde zu lösen. Ein Blick in die Welt und in andere Städte, die ähnliche Probleme hatten, erfordert einen wesentlich großräumigeren Betrachtungsbereich. Zwei bis drei gestaffelte Parkringe, die als „Wellenbrecher“ verschieden frequentierte Besucherverkehre mit hocheffizenten P+R-Systemen samt eng getakteten ÖPNV vom Ortszentrum „abhalten“, waren woanders stets die Lösung. Parallel dazu wurden Fußgänger- und Radfahrverkehren gefördert. Darum sollten neue P+R-Konzepte bereits in Lichtenhagen und Groß Klein sowie in Diedrichshagen ansetzen. Zudem gibt es noch die Warnow als natürliche Wasserstraße, die bisher gar nicht verkehrsseitig betrachtet wurde, obwohl sie auf natürlichem Wege ganz Rostock miteinander verbindet.

    Erst wenn über ein neues, großräumigeres Verkehrs- und Parkraumkonzept Klarheit besteht, sollten in Warnemünde Standorte und Kapazitäten für neue Parkhäuser festgelegt werden. Diese sind im Ort vorrangig unterirdisch bzw. als Tiefgaragen zu konzipieren. Andernfalls kann der dafür verbrauchte Platzbedarf in Perspektive die Umwelt und das Ortsbild bzw. -flair teurer zu stehen bekommen. Die hierdurch erreichte, umfassende Attraktivitätssteigerung Warnemündes führt auch langfristig zur gewünschten Rentabilität des jeweiligen Parkraumbetreibers. Schnell und billig zu errichtende Parhaus-Hochbauten sind auf Kosten der Allgemeinheit hingegen nur für den jeweiligen Investor besonders lohnend.

    • Herr lachmann, wir brauchen jetzt Lösungen, nicht irgendwann. Unsere BI hat Vorschläge gemacht, Eingang linke Seite, die Poster. Grundsätzlich haben Sie aber recht. RS

  7. Siiri Wilkening

    Wegen der älteren Einwohnerschaft und vielen Rollatoren: bitte die Fusswege erneuern, einschliesslich wo Lindenwurzeln die angehoben haben. Auch sollten die Strassenlampen verbessert werden – sie sind zu dunkel und man kann leicht fallen wenn man Unebenheiten in den Fusswegen nicht richtig sehen kann. Das ist besonders in Quartier 6 (südlich der Mühlenstrasse) notwendig, wo sich weniger Touristen, dafür aber um so mehr Einwohner aufhalten, die täglich mit den Fusswegen zu kämpfen haben.

  8. Vielen Dank für die Hinweise. Alle Hinweise werden wir in die Planungen einbeziehen sowie auch entsprechende Hinwqeise an den KOD weiterleiten!

  9. Gruner, H.

    Dringend: Bürgersteige erneuern; strengere und häufigere Kontrollen durch das Ordnungsamt: Radfahren auf dem Bürgersteig bestrafen, Fahrspuren (Pfeile o.ä.) für die Radfahrer/innen zwecks Trennung des Gehweges für Fussgänger aufbringen, Bahnhofsbrücke sowie Fussgängerzonen >Radfahren verboten< (Beschilderung);
    Parken von Autos auf Bürgersteig ahnden;
    mehr Personal (Ordnungsamt) muss unterwegs sein …

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