Verkehr und Mobilität (II)

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Auswertung

Während der Ausstellung zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes Warnemünde hatten die Besucher die Möglichkeit bestimmte Themen als besonders wichtig zu markieren. Dafür stand jedem Besucher in Form von Klebepunkten insgesamt 5 Stimmen zur Verfügung, um Themenkomplexe hervorzuheben. Die Anzahl der Stimmen wurde dafür bewusst auf 5 begrenzt, damit die Besucher eine für sich persönliche Hierarchie erstellen können, sodass eine Gewichtung der Themenkomplexe erfolgen kann.

Das Ergebnis: Relativ homogene Stimmabgabe, kein klares Entwicklungsziel Nr.1 sondern vielmehr 3 fast gleich gewichtete Ziele von besonderer Bedeutung, wobei alle drei genannten Ziele die Verkehrsentwicklung im Ort betreffen:
Ziel 1: „Parkraumkonzept aktualisieren und umsetzen“ (50 von 237 Stimmen) hat eine besondere Wichtigkeit für die Ausstellungsbesucher.
Ziel 6: „stark beruhigten Ortskern entwickeln“ (44) und Ziel 7: „Geh- und Radwege erneuern, sanieren, ausbauen einschl. Barrierefreiheit“ (42) folgen mit einer ähnlichen Wichtigkeit, eine mittlere Priorität erhalten die Ziele 4: „Garagenhof Weidenweg dauerhaft sichern und qualifizieren“ (27) sowie Ziel 8: „Mobilitätskonzept für Warnemünde erstellen“ (23).

Gerade letzteres Ziel kann mit den Zielen 1 und 6 in Verbindung gebracht werden, wodurch das Thema „Parken und Verkehrsberuhigung“ den Bürgen besonders wichtig ist. Geringe Priorität haben die Ziele 5: “ Prüfung der Einordnung und des Baus einer Stellplatzanlage am Standort Weidenweg“ (2) und 12: „Besucher durch Stadt und Straßenraumgestaltung lenken“ (1), gerade letzteres ist etwas überraschend, da vor allem im Sommer durch Tagestouristen der Ortskern stark überlastet ist, wobei durch eine angemessene Straßenraumgestaltung die Besucherströme besser verteilt werden könnten.

Die bisher diskutierten Ziele

Foto: Straßenraum Dänische Straße

1. Das Parkraumkonzept aktualisieren und umsetzen mit den zentralen Zielen:

  • Parksuchverkehre vermeiden.
  • Den ruhenden Verkehr reduzieren und neu ordnen.
  • Stellplatzanlagen an den Ortseingängen bauen.
Foto: Zugeparkter Straßenraum

2. Die Parkraumbewirtschaftung konsequent überwachen.

Foto: Quartiersparkplatz Am Markt

3. Den Bedarf einer Quartiersgarage für den Standort „Am Markt“ und dessen Realisierbarkeit prüfen.

Foto: Garagenhof im Weidenweg

4. Den Garagenhof Weidenweg (Garagenverein) dauerhaft sichern und qualifizieren.

Lageplan: Potential für Stellplatzanlage im Weidenweg

5. Einordnung und Bau einer Stellplatzanlage am Standort Weidenweg prüfen, um das Ortszentrum von Dauerparkplätzen zu entlasten.

Foto: Straßenraum Friedrich-Franz-Straße

6. Einen stark verkehrsberuhigten Ortskern entwickeln. Das beinhaltet u.a.:

  • Die Straßen im Ortskern umgestalten und beruhigen.
  • Weitere ergänzende und evtl. temporäre Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung vor allem zur Hochsaison prüfen.
Foto: Neuer Fuß- und Radweg Südende Alter Strom

7. Die Geh- und Radwege erneuern, sanieren und ausbauen, einschließlich Barrierefreiheit und neuer Wegebeziehungen.

Foto: Zu viele Stellplätze im Öffentlichen Raum

8. Ein Mobilitätskonzept für Warnemünde erstellen mit den Schwerpunkten:

  • Den ÖPNV in Warnemünde stärken.
  • Die E-Mobilität ausbauen und stärken sowie das E-Bus-Konzept für Warnemünde umsetzen.
  • Umweltfreundliche Mobilitätsangebote stärken und Mobilitätsstationen ausbauen.
  • Ein zusammenhängendes Radverkehrskonzept entwickeln.
  • Fehlende Teilstücke eines zusammenhängenden Radwegenetzes verbessern und/oder realisieren (u.a. Parkstraße).
  • Zusätzliche und standortangemessene Fahrradabstellanlagen realisieren.
Foto: Fähre Hohe Düne am Seekanal
dav

9. Die Möglichkeiten untersuchen und prüfen, den Fährpreis der Fähre Hohe Düne zu reduzieren und die Fährfrequenz in den Sommermonaten zu erhöhen.

Foto: Fahrradstellplätze am S-Bahnhof „Werft“

10. Den S-Bahnhof „Werft“ durch eine gut ausgestattete Mobilitätsstation stärken.

Foto: Schilderwald

11. Ein international verständliches Wegweisersystem einrichten.

Foto: Neugestalteter Platz vor Kirche

12. Die Besucher mittels Stadt- und Straßenraumgestaltung lenken.

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Forum Verkehr und Mobilität

15 Kommentare

  1. Der gesamte Abschnitt der Parkstraße wird mit Bezug auf verschiedene Aspekte wie „30 km/h-Bereich“, „verbesserte Fußgtängerquerbarkeit durch Querungshilfen, Zebrastreifen, Bedarfsampeln“ , „Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit“, der „Parkplatzbereich an der DJH“ in der Fortschreibung des Strukturkonzeptes als Maßnahmenbereich vertieft behandelt als auch in den anstehenden Themenforen (Einladung/ Ankündigungen dazu folgen) im November. Für kurzfristige Maßnahmen, die der Verkehrssicherheit in der Parkstraße dienen, werden die Hinweise an die Verkehrsbehörde sowie an das zusträndige Fachamt weitergeleitet.

  2. Bärbel Beuse

    Ich fühle mich ein bisschen auf den Arm genommen wegen der derzeitigen Tempo-30-Beschränkung „Schulweg“ in der Parkstrasse. Die Grundschüler sind seit Ende der Sommerferien alle wieder im Hauptgebäude und die Aussenstelle ist mittlerweile abgerissen. Dort ist kein Schulweg mehr – oder sollen die Schüler der Ecolea-Berufsschule geschützt werden, wenn sie in den Pausen rauchend vor dem Eingang stehen oder selbst mit ihren Autos einen Parkplatz suchen??? Wünschenswert wäre Tempo-30 auf der gesamten Parkstrasse. Die derzeitige Regelung führt hingegen dazu, dass an den jeweiligen Enden der Beschränkung richtig Gas gegeben wird – stadteinwärts also gerade vor der Bushaltestelle, wo viele – auch Kinder – queren, um zum Strand oder Spielplatz zu gehen, stadtauswärts dort, wo die Wohnbebauung anfängt und bei grüner Ampel mit Karacho weiter am Überweg bei der Endhaltestelle und am Parkplatz vorbei. Auch hier sehe ich jeden Tag viele Kinder die Strasse queren.

    Ferner kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Fußgängern, die am Überweg Warnemünde Strand an der Ampel die Parkstrasse überqueren und zum Strand wollen, bzw. vom Strand kommen und zur Ampel wollen mit Fahrradfahrern, die aus beiden Richtungen auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg unterwegs sind. Ortsunkundigen Fußgängern, die von Haltestelle, Jugendherberge oder Parkplatz kommen ist nicht klar, dass querende Radfahrer unterwegs sind. Hier gehören ein Warnschild und eine farbliche Markierung auf dem Boden hin. Am besten ein Art Zebrastreifen für den Fuß-/Radweg, damit die Radfahrer Rücksicht nehmen müssen.

  3. Gerd Bormann Alte Bahnhofstr. 11a, Warnemünde

    Die Kreuzung Stadtautobahn/Lortzingstr. ist ein Staupunkt am Ortseingang. Eine Ableitung des Verkehrs für die Parkflaechen im Bahnbereich wuerde die Kreuzung entlasten. Eventuell Zufahrt zum Bus Bahnhof erweitern/verlegen.
    Weitere zukünftige Parkflaechen berücksichtigen.
    Faehrpreis korrigieren. Auf Ruegen bietet die Weise Flotte Mehrfahrtenkarten an.
    Warum in Warnemünde nicht?

  4. Eine ersatzlose Streichung von Parkplätze für Anwohnerinnen und Anwohner im Ortskern wie Am Markt soll es sicher nicht geben; vielmehr soll es perspektivisch zugeordnete Stellpätze (Anwohnerstellplätze) in quartiersbezogenen Stellplatzanlagen geben, die Anwohner/-innen zugeordnet zur Verfügung gestellt werden. Um ein verkehrsberuhigtes, bewohnerfreundliches und insgesamt attraktives Wohnumfeld in Warnemünde geben soll, wird es um eine Verringerung der Stellplatzkapizitäten in öffentlichen Straßenräumen, um die Realisierung von quariersbezogenen und besucherbezogenen, dezentralen Stellplatzkapazitäten Stellplatzanlagen gehen. All diese Aspekte sollen in einem zusammenhängenden Parkraumkonzept mit Zuordnung, Anbindung, Erschließung etc. abgebildet, dessen grundlegende Ausrichtung und Zielsetzungen Bestandteile der Fortschreibung des Strukturkonzeptes sein. Neben der Ausstelung und die Hinweise in dieser Webnsite liefert das geplante Themenforum „Verkehr & Mobilität“ am 27.10. (Einladung nebst Bitte um Anmedlung folgt)

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